Montag, 27. Oktober 2014
Sprinttraining nimmt endlich Form an
Das erste gemeinsame Training am Samstag diente auch dann eher dazu, ihm zu zeigen wie groß diese Herausforderung wirklich ist.
Nach einer kleinen Aufwärmrunde ging es direkt los. Meine Schwester machte mir die erste Übung vor, die er währenddessen erklärte:
"Bis zu diesem Baum gehen, von da an laufen, Geschwindigkeit erhöhen, ab dem nächsten Baum diese Geschwindigkeit halten und den nächsten Baum kurz angucken und dann schnellstmöglich sprinten".
Ich versuchte es genauso schön und schnell zu machen wie sie. Doch schon bei diesem ersten Sprint fiel ihm ein großer Fehler auf, den ich machte: Ich lief nicht auf dem Ballen. Ich rollte ab. (Für die ganzen Läufe, die ich ja mache auch super ABER nicht für den Sprint!)
Nach einer kurzen Erklärung klappte es beim nächsten Versuch schon etwas besser. Super auch die erschwerten Trainingsbedingungen durch das nasse, unebene, rutschige Gras um die Bäume. Umso besser wird es dann auf einer ebenen Geraden klappen.
Um die Beinmuskulatur zu kräftigen und ein Gefühl für's "Ballenlaufen" zu bekommen, machte er dann die (wie die Beiden es nennen) "Funkemariechenübung" mit uns.
Auf der Stelle tippeln, Knie immer schneller und immer höher heben und dann auf Kommando lossprinten. Das haut rein. Hilft aber ungemein den Start zu verbessern. Danach folgten noch ein paar Sprints (die schon deutlich besser waren aber bei denen ihm auch meine Fehlstellung im rechten Fuß auffiel, an der ich unbedingt arbeiten muss), sowie Kniebeugen zur Kräftigung, lockeres Auslaufen und Lagebesprechung.
Alles in Allem ein sehr gelungenes, motivierendes Training. Mittwoch geht's weiter. Ich freu mich drauf.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Marathon 2015/ Ich habs getan
Gott, ist das aufregend.
Ich habe mich tatsächlich für den Köln Marathon 2015 angemeldet. Für den ganzen! Für über 42 km.
Ich war bei der Anmeldung so freudig aufgeregt, dass ich alle Extras mitbestellt habe, die dort angeboten werden. Vom Trainingsshirt und Handtuch über Nudel Gericht auf der Marathon Expo bis hin zur Ziel-SMS und der Medaillen-Gravur.
Mein Konto wird sich freuen; statt der günstigen 55 Euro werden demnächst 126 Euro abgebucht. Aber ok, es ist ja auch ein einmaliges Erlebnis. Der erste ganze Marathon.
Drei halbe habe ich ja schon absolviert. Nächsten Monat sollen beim vierten endlich die 2 Stunden geknackt werden. Beim letzten im September hatte ich 2:07 Stunden gebraucht. Acht Minuten weniger wären super.
Ab Frühjahr trainiere ich dann für den großen und eine Zielzeit von 4:30/4:15 Stunden.
Alles ist möglich! !!
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Sprint und Reck
Wie gut, dass es Menschen gibt, die einen immer wieder neu motivieren und auch noch jeden Quatsch mitmachen.
In diesem Fall ist es meine Schwester. Auch genannt Schwesterchen oder liebevoll Schwesterherz oder ... ne das will keiner wissen. :-D
Auf jeden Fall ist sie eine ambitionierte und sehr ehrgeizige Sportlerin, die sich zum Glück meinem Training anschließt und auch die unschönen Einheiten mitmacht.
So trafen wir uns gestern morgen zum ersten gemeinsamen Sporteignungsprüfung-Vorbereitungstraining.
Nach einem 5,7km-Lauf durch den Park (und über gefühlt zehntausend Brücken mit 100 Prozent Steigung inmitten eines Hurrikans und literweise Platzregen) und ein paar Sprintversuchen begaben wir uns an eine Reckstange (ja! Ich habe bzw mein Schwesterherz hat endlich eine gefunden), und mussten feststellen, dass Aufschwung, Umschwung und Abschwung gar nicht so einfach sind;
vor allem wenn die dicken Schenkelchen nicht um die Stange rumschwingen möchten und der Bauch die Stange frisst...
die Sprints waren auch nicht so erfolgreich. Schwesterchen schaffte zwar auf Anhieb eine super Zeit von 17:34 sec. Ich aber stampfte hinterher und erreichte die 100m-Marke erst in 22 Sekunden. Der nächste Versuch brachte dasselbe Ergebnis. 4 Wochen Pause waren einfach zu lang und die unfreiwillig 80km lange Radtour (ich bin mit Navi gefahren) plus 10km-Lauf (ein sehr schöner Herbstlauf im Königsforst) am Sonntag waren definitiv noch zu viel gewesen.
Der Muskelkater grüßte bei jedem Aufkommen und Abstoßen vom Boden. So konnte ich leider nicht mal an die Zeiten der ersten Sprintversuche anknüpfen. (19,58/17,28/17,04; gefordert sind 15,5sek.)
Aber!!! WIR üben ja noch!
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Handstand
Da ich keine Ahnung hatte, wie ich mich langsam an den Handstand rantasten könnte, suchte ich im Internet nach Hilfe. Die bekam ich anhand toller Youtube Videos und auch mit Fotos unterlegten Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit tollen Überschriften wie "Handstand lernen an einem Tag". Großartig! Bloß keine Zeit verschwenden!
Das sah aber auch alles so toll aus bei denen.
Eine gibt den Tipp, dass man erstmal den Handstand zwischen dem Türrahmen machen soll.
Ich hab mich also seitlich in den Türrahmen gestellt, (denn man soll mit den Füßen erstmal langsam und vorsichtig die eine Seite des Rahmens hochklettern, um dann die Füße sanft zur anderen Seite zu schwingen und so an dem Rahmen angelehnt im Handstand zu stehen), ich stand also seitlich im Rahmen, beugte mich vor, den Kopf vorsichtshalber auf einem weichen Kissen, die Hände daneben und dann ...ja dann...dann berührte mein dicker Hintern den Türrahmen und ich hatte gar keinen Platz, eingeklemmt mit dem Kopf auf der einen und dem Popo auf der anderen Seite des Rahmens, "geschmeidig mit den Füßen den Rahmen hochzuwandern".
Ok. Nächster Versuch an der Wand. Kopf schwebte leicht über dem Kissen (man weiß ja nie). Hände daneben. Und die Füße mit Schwung zur Wand katapultieren. Hatte ich gehofft.
Auf einem Drittel des Weges nach oben kamen die dicken Schenkelchen wieder runtergeplumpst und landeten mit einem solchen Knall auf dem Fußboden, dass ich dachte, die Nachbarn kommen jeden Moment hoch.
Nach gefühlten 10.000 weiteren Versuchen gab ich auf. Erstmal! Das Leben geht weiter.
Und die Vorbereitung auch!
Gewicht vs. Leistung
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor der ganzen Vorbereitung, ist die zu bewegende Masse. Als lebendiges Jojo bekannt bringe ich zur Zeit bei einer Körpergröße von 166 cm 65 Kilo auf die Waage. Viel zu viel. (für meine Ziele)
Und dies auch einfach nur aus dem Grund , dass ich zu gerne esse. Zeitweise schaffe ich es sehr gut meine Gelüste unter Kontrolle zu halten und mein Bauchumfang schrumpft fast bis man den Ansatz eines Sixpack sehen kann; doch dann...mhmmm. ..lecker Essen.
65 Kilo sind jetzt natürlich nicht so schlimm aber wenn man die dicken Schenkelchen nicht zum Handstand nach oben bekommt und der Kraftaufwand auch für andere Übungen zu hoch wird, nur um die ganze Masse erstmal in Bewegung zu bekommen, macht es doch Sinn abzunehmen und auch fürs Laufen aerodynamischer zu werden.
D.h. neue Disziplin muss her! Und neben dem Training folgt nun auch wieder eine Ernährungsumstellung.
Zielgewicht: 58 Kilo.
22 % Körperfett.
Art d. Umstellung: anabole Diät.
14 Tage totaler Verzicht auf Kohlenhydrate.
Danach dürfen langsam, nach und nach, wieder "gute" Kohlenhydrate gegessen werden.
Am Montag startet die Umstellung. Mittwoch wird die Anmeldung zum Marathon eröffnet, in zwei Wochen die für die Sporteignungsprüfung; das müsste doch Motivation genug sein.
Sonntag, 5. Oktober 2014
Sprinttraining
Ergebnis:
1. Versuch: 19,58 sec
2. Versuch: 17,28 sec
3. Versuch: 17,04 sec
Positiv daran: mit zunehmender Körperspannung und anscheinend besserer Technik wurde ich schneller.
Negativ: so schnell dann auch wieder nicht.
Gefordert sind nämlich 100m Sprint in 15,5 Sekunden.
Daraufhin habe ich mal gegoogelt (darf man das sagen?) was beim Sprint zu beachten ist; und das ist mehr als ich dachte.
Ganz außer Acht gelassen hatte ich die Startposition und den "Startvorgang". Wie ich jetzt weiß ist dieser mit am bedeutendsten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Allein die richtige "Auf die Plätze"-Position ist schon ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Sprints: Arme schulterbreit, Hände parallel zur Startlinie, etc.
Bei der "Fertig"-Position sollte man auf den richtigen Winkel in beiden Knien achten. (bei meinen Mathekenntnissen weiß ich natürlich sofort wie 130 Grad aussehen).
Und dann kommt der Start, bei dem es vor allem auf die explosive (ihr erinnert Euch: RennSCHNECKE!!!! explosiv...lol) beider Beine ankommt.
Auf den Abdruck folgt das Aufrichten und Beschleunigen und dann heißt es Tempo halten und erst in sich zusammensacken wenn man 101m gelaufen ist.