Da ich keine Ahnung hatte, wie ich mich langsam an den Handstand rantasten könnte, suchte ich im Internet nach Hilfe. Die bekam ich anhand toller Youtube Videos und auch mit Fotos unterlegten Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit tollen Überschriften wie "Handstand lernen an einem Tag". Großartig! Bloß keine Zeit verschwenden!
Das sah aber auch alles so toll aus bei denen.
Eine gibt den Tipp, dass man erstmal den Handstand zwischen dem Türrahmen machen soll.
Ich hab mich also seitlich in den Türrahmen gestellt, (denn man soll mit den Füßen erstmal langsam und vorsichtig die eine Seite des Rahmens hochklettern, um dann die Füße sanft zur anderen Seite zu schwingen und so an dem Rahmen angelehnt im Handstand zu stehen), ich stand also seitlich im Rahmen, beugte mich vor, den Kopf vorsichtshalber auf einem weichen Kissen, die Hände daneben und dann ...ja dann...dann berührte mein dicker Hintern den Türrahmen und ich hatte gar keinen Platz, eingeklemmt mit dem Kopf auf der einen und dem Popo auf der anderen Seite des Rahmens, "geschmeidig mit den Füßen den Rahmen hochzuwandern".
Ok. Nächster Versuch an der Wand. Kopf schwebte leicht über dem Kissen (man weiß ja nie). Hände daneben. Und die Füße mit Schwung zur Wand katapultieren. Hatte ich gehofft.
Auf einem Drittel des Weges nach oben kamen die dicken Schenkelchen wieder runtergeplumpst und landeten mit einem solchen Knall auf dem Fußboden, dass ich dachte, die Nachbarn kommen jeden Moment hoch.
Nach gefühlten 10.000 weiteren Versuchen gab ich auf. Erstmal! Das Leben geht weiter.
Und die Vorbereitung auch!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen