Am 7. Juni fand der 7. Stadionlauf statt. Im Hinblick auf den Marathon entschied ich mich, den 10 Meilen-Lauf anstelle des 10km-Laufs zu absolvieren. Gute Entscheidung, denn so konnte ich Stärken und Schwächen nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Eine Schwachstelle, die mir überhaupt nicht schmeckt, machte sich nach km 10 bemerkbar: das Knie. Eigentlich hatte ich damit noch nie zu tun; doch scheint die Belastung durch die vermehrte Anzahl der Läufe und die längeren Distanzen zu stark zugenommen zu haben. Es ist jetzt nichts arges und nach zwei Tagen war es wieder weg aber ich werde es dennoch ernst nehmen und nun auch wieder vermehrt Krafttraining mit in den Trainingsplan einbauen (das hat durch das Lauftraining etwas nachgelassen) um die Gelenke vor allem aber das Knie und auch meinen Rücken wieder mehr zu entlasten.
Die Strecke an sich ist immer wieder einen Lauf wert. Start war vorm Stadion bzw. für die 10 Meilen etwas abseits (was zugegebenermaßen etwas für Verwirrung sorgte) und führte dann am Stadion vorbei durch den Stadtwald. Das Stück über den Parkplatz an der Jahnwiese war die größte Herausforderung, da dort die Sonne erbarmungslos auf die Läufer knallte, die gerade aus dem schattigen Wald kamen. Sehr unschön. Durch den Asphalt wurden die Sonnenstrahlen auch noch schön reflektiert und man sah kaum noch was und kam nochmal mehr ins Schwitzen. Am Ende der dritten und letzten Runde sah ich aber trotzdem in einiger Entfernung vor mir das Pärchen, das mich in Runde zwei sehr großkotzig (kann auch verletzter Stolz gewesen sein) überholt hatte; sie gingen; sie liefen nicht mehr, sie gingen. Boah, dachte ich, ich werde doch nicht letzter; die kriege ich. Aber kurz bevor ich überholen konnte, sah das Mädel mich von hinten kommen (oder sie hörte mich atmen) gab ihrem Freund nen Stupser und die beiden waren weg... da es wirklich nicht viele Starter beim 10-Meilen-Start waren und alle besser trainiert aussahen als ich und ich auf der Strecke kaum noch jemanden gesehen hatte, dachte ich jetzt erst recht, dass ich als letzter ins Ziel kommen würde. Ich bin nun mal nicht die schnellste, aber ich wollte unbedingt auch in diesem nicht ideal trainierten Zustand die 10 Meilen laufen und auch vollständig bewältigen.
Wenn auch nicht in Bestzeit, bin ich ja auch irgendwie ins Ziel gekommen. UND nicht als letzte!
Die meisten Stände waren mittlerweile schon abgebaut und der Moderator (dessen Namen ich leider vergessen habe, aber unbedingt mal erwähnen muss, da er öfter Läufe moderiert, und das ganz toll und lustig und nie langweilig!) bat die, die noch da waren mit ihm auf die letzte Läuferin zu warten, die noch auf der Strecke war. Ich holte kurz mein Fahrrad und blieb noch. Und ich fand es gar nicht mehr schlimm länger gebraucht zu haben, und der Gedanke daran letzte zu sein, war auch nicht mehr so beschämend. Irgendwie hatte das doch was cooles. Man war halt nicht so schnell wie die anderen aber man erreicht trotzdem das Ziel. Und vor allem: die eigenen Ziele. Nur an die, an meine eigenen Ziele werde ich die nächste Zeit und vor allem bei den nächsten Läufen denken; nicht daran was andere darüber denken, wie langsam oder komisch oder so ich laufe. Ich möchte seit dem nur noch für mich laufen! Und ich denke genauso sollte es sein.
Unbedingt erwähnen möchte ich auch das tolle "drumherum" beim Stadionlauf. Es ist ein Lauf für jedermann. Und hier wird das nicht nur gesagt, um Werbung zu machen. Hier wird das auch gelebt. Eine Gebärdendolmetscherin übersetzt auf der Bühne die Moderation, Blinde können am Lauf dank barrierefreier Strecke und Begleitläufer teilnehmen und das ganze wird verpackt in einem bunten Familiensportfest mit Spiel und Spaß und Verpflegung für jung und alt mit und ohne Handicap!
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| Über diese Startnummer habe ich mich sehr gefreut. Irgendwie was besonderes. |
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| Keine Hüpfburg sondern eine aufblasbare Kirche, in der sich ein kleines Café befand, in dem man vor der Sonne geschützt Kaffee und Kuchen genießen konnte |
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| super Lösung: ein gesicherter Übergang; |
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| buntes Bühnenprogramm |
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| sehr geräumige Umkleide; super!!! |
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| etwas abseits, der Startbereich des 10 Meilen Laufs |
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| böse Zungen könnten behaupten, es sei mein zweites Zuhause...RheinEnergieStadion; zumindest davor, dahinter und daneben bin ich ja in letzter Zeit immer öfter...ich glaube zum Helene Konzert auch mal wieder drin dann ;o))) |
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